Myofasziale Therapie 2017-09-05T13:00:51+00:00

Myofasziale Therapie /Trigger-Therapie

Schmerztherapie durch Myofasziale Therapie

Myofasziale Therapie - Orthopäde Böblingen - Dr. med. Ivo Breitenbacher - Trigger
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Myofasziale Therapie: Was sind Trigger?

In unserer Praxis in Böblingen gehört die Triggertherapie oder Myofasziale Therapie zu den absoluten Therapieschwerpunkten bei der neben Faszien auch sogenannte Triggerpunkte behandelt werden.

Trigger heisst eigentlich Auslöser und beschreibt schmerzhaft verkürzte oder verkrampfte Muskelfasern, die sich als Folge einer wiederkehrenden oder akuten Fehlbelastung oder nach einem Unfall gebildet haben

Aufgrund des gestörten Sauerstoffangebotes mit Durchblutungsstörung in dem betroffenen Muskelbezirkes resultiert im weiteren Verlauf eine neuromuskuläre Entzündung Diese Erkrankung  heißt Myofasziales Schmerz-Syndrom oder Trigger-Krankheit.

Man findet im Gewebe im Rahmen der neurogenen Entzündung eine lokale Übersäuerung und eine Überaktivität der Nervenplatten an den Muskelfasern, woraus sich dann Trigger-Muskelknoten (Myogelosen) bilden, die wiederum Schmerzsignale zu anderen Körperregionen senden (referred pain). Fast jeder leidet an Schmerz- und/oder Verspannungstriggern, besonders im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich. Bleiben diese unbehandelt, können sie chronisch werden, weshalb man Trigger auch als eine Art Schmerzgedächtnis des Körpers bezeichnet.

Gibt es hierzu wissenschaftliche Untersuchungen?

Der Nachweis dieser Entzündungsreaktion gelang dem amerikanischen Forscher Jay Shah, der seine Forschungsergebnisse im Juli 2005 im Japanese Journal of applied Physiology veröffentlichte.
Er konnte in Triggerpunktregionen erhöhte Konzentrationen von verschiedenen Gewebehormonen und Entzündungsbotenstoffen nachweisen:
Substanz P (SP), Tumor Nekrose Faktor α(TNF-α),Interleukin-1β(IL-1 β), Interleukin-6 (IL-6) und Interleukin-8 (IL-8), Calcitonin Gene Related Peptide (CGRP), Bradykinin (BK), Serotonin (SE) und Norepinephrine (NE). Der pH-Wert des Gewebes war deutlich erniedrigt, d.h. es lag eine Übersäuerung vor. Der Sauerstoffanteil in dem Teil des Gewebes ist erniedrigt.

Nach der Behandlung der Triggerpunkte konnte eine Reduktion dieser Entzündungssubstanzen nachgewiesen werden und der lokale pH-Wert normalisierte sich wieder, d.h. die Übersäuerung ließ nach.

Obwohl wir Praktiker und Therapeuten bereits seit Jahren die Therapieerfolge tagtäglich in unseren Praxen sehen und dokumentieren haben wir jetzt auch den wissenschaftlichen Nachweis weshalb die Triggertherapie funktioniert

Gibt es Ursachen?

Die akute oder ständige Überlastung eines Muskels ist schuld.

Diese kann entweder plötzlich (akut) entstehen, zum Beispiel beim Sportler durch eine plötzliche Zerrung (Bspw. eine Adduktorenzerrung beim Fußballer)  oder durch einen Unfall wie etwa einen Schlag oder Tritt gegen den Muskel beim Sport.  Auch ein Autounfall kann die Halsmuskulatur akut überdehnen (sogenanntes Schleudertrauma).

Triggerpunkte können aber auch ohne erkennbares plötzliches Ereignis entstehen.  Beim Sportler durch zu intensives oder zu einseitiges Training mit zu kurzen Erholungspausen.

Am häufigsten ist heutzutage sicherlich die chronische Fehlbelastung der Muskulatur durch einseitige berufliche Tätigkeiten (Bandarbeit) oder Fehlhaltungen, allen voran am Schreibtisch, im Büro oder vor dem PC. Obwohl die Muskeln wenig bewegt werden leisten sie mit der Haltearbeit des Kopfes und des Oberkörper doch Höchstarbeit.
Der Mensch und seine Muskeln sind von der Natur für Bewegung gemacht und nicht für ganztägiges Sitzen am Schreibtisch oder Stehen vor Maschinen. Hier betrifft es oft die Schulter, Nacken- Armmuskulatur.

Es kommt zu Kopfschmerzen oder auch Armschmerzen mit Ausstrahlungen bis in die Finger. Oder einen sogenannten Mausarm (von der Computermaus).

Wie werden Trigger nachgewiesen?

Nach Erhebung der Vorgeschichte mit einem Anamnesebogen inkl Schmerzfragebogen auf unseren Tablets ( Anaboard) folgt eine gründliche manuelle und osteopathische Untersuchung -hierbei werden Gelenke und das Gewebe mit den Händen aber auch Hilsfmitteln ( Triggerschlüssel, Winkelmesser usw) abgetastet und untersucht und auffälige Verhärtungen und Muskelknoten dokumentiert- anhand der Gewebereaktion sowie Ausstrahlmuster kann eine entsprechende Zuordnung zum Beschwerdebild erfolgen und danach gemeinsam mit dem Patienten ein Behandlungskonzept ( Osteopathie, Stosswellen, Dry Needling) festgelegt werden

Triggerpunktareale können weder im Röntgen oder MRT sichtbar gemacht werden . Seit einiger Zeit gelingt es mit hochauflösenden modernen Ultraschallgeräten mithilfe einer Gewebehärtemessung ( Elastographie ) myofasziale Gewebeverhärtungen  und damit Triggerpunktareale farblich darzustellen

….endlich schmerzfrei- hätts nicht gedacht..L.A.

nach langer Odyssee mit erfolglosen Arztbesuchen und unzähligen Massagen die nicht geholfen haben bin ich auf diese Therapieform gestossen die mir endlich eine spürbare Linderung verschafft- wär ich doch nur früher gekommen! V.R

Myofasziale Therapie: Wie wird behandelt?

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Ziel der Behandlung ist es die schmerzhaften Knoten aufzuspüren und in gleicher Sitzung schonend und nachhaltig zu beseitigen, beziehungsweise zu bessern. Der in München praktizierende FA für Physik und Rehamedizin, Dr. W. Bauermeister – einer der Pioniere der Triggermedizin – hat herausgefunden, dass gezielter Druck die Trigger dauerhaft zum Verschwinden bringen kann. Dazu eignen sich am besten Stoßwellengeräte, die ursprünglich zur Nierensteinzertrümmerung eingesetzt wurden. Durch intensive Forschung ist es ihm gelungen, Parameter für den kontrollierten und wirksamen Einsatz der Stoßwellen zu definieren.

Die Wirksamkeit der Trigger-Stoßwellen-Osteopraktik nach Dr. Bauermeister wurde bereits in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen und auf zahlreichen Kongressen vorgetragen.

Wir führen die Triggerstoßwellen-Therapie alleine oder bei hartnäckigen Beschwerden auch mit sinnvollen Begleittherapien wie Osteopathie, Akupunktur oder physikalische Therapie durch.

Video Dr.Breitenbacher zur Triggerbehandlung

Dr.Breitenbacher FA Orthopädie Chirotherapie
Dr.Breitenbacher FA Orthopädie Chirotherapie
C. Mghazli FÄ Orthopädie Chirotherapie
C. Mghazli FÄ Orthopädie Chirotherapie
Michal Andreyzyk Physiotherapeut Manualtherapie
Michal Andreyzyk Physiotherapeut Manualtherapie

Wer sind wir?

Unser Team besteht aus einem interdisziplinäres Team aus Fachärzten und Physiotherapeuten .

Wir sind langjährig praktizierende und von zahlreichen anerkannten Experten und Spezialisten gut ausgebildete Therapeuten (IGTM  / IMTT / Dr. Bauermeister, Dr.Schleip ,Dr.Hansen, M.Gautschi,u.v.m. ).

Dr.Breitenbacher ist zudem bei der ATRAD , DIGEST e.V und IGTM zertifiziert und in der Therapeutenliste geführt.

Durch regelmäßige Fortbildungen und Rezertifizierungen  im In-und Ausland wird ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet.

Myofasziale Therapie - Orthopäde Böblingen - Dr. med. Ivo Breitenbacher - Faszientherapie

Neu: Faszientherapie

Faszien sind vereinfacht gesagt bindegewebige Hüllen welche Gelenke ,Muskel und Organe umkleiden. In Abhängigkeit von Form und Funktion erscheinen Faszien als derbelastisch feste oder harte Strukturen oder weichelast Hüllen die sich netzartig ausspannen.Dieses elastische Konstrukt beruht auf dem Tensigrity Prinzip (Tension: Spannung und Integrity: Integrität) und sorgt für eine gute dreidimensionale Stabilität.

Viele Jahre kaum beachtet ist nun die Faszie – diese unscheinbare bindegewebigen Hülle die unseren ganzen Körper wie ein Taucheranzug umspannt und letztlich alle Organe und Muskeln in Form und Spannung hält – in den Fokus der klinischen Forschung und Wissenschaft gerückt.

Renommierte Faszienforscher, wie Prof C. Stecco , Dr. Schleipp,  oder Prof Mense konnten u.a nachweisen, dass die grosse Rückenfaszie eigene Schmerzfasern ( nozizeptive Fasern und postganglionäre Efferenzen) besitzt .Durch Stress und Übersäuerung kann es zu Zunahme der Fasziendicke aber auch der Schmerzfaserdichte kommen und damit mitverantwortlich für Rückenschmerzen sein

Ziel der Behandlung ist es verklebte oder verhärtete Faszienareale aber auch aktive Triggerketten manuell und mit speziellen Ultraschallgeräten präzise zu lokalisieren und effektiv zu behandeln- in der Regel führen wir Faszien und Triggerbehandlung im Rahmen einer myofaszialen Therapie immer in der gleichen Sitzung durch

Zum Einsatz kommen:

  • manuellen und osteopathische Techniken
  • radiale und fokussierte Stoßwellen
  • Faszieninstrumente wie Fazer (siehe Foto)
  • Laser
  • Faszienrolle
  • Myofaszial Tape
  • Physikalische Therapie
  • TENS
  • Eisstreichungen /Eisstretching
  • Dehnübungen
  • Bewegungsübungen
  • Präventionsprogramm
  • Nahrungsergänzung und Ernährungsberatung

Wir empfehlen die erlernten Übungen  auch mit Faszienrolle regelmässig und langfristig weiterzuführen da ein vollständiger Gewebeumbau ( Turn over ) Zeit braucht

Therapieablauf und -dauer

Der Umfang der Therapie richtet sich letztlich nach der Art und Schwere des Beschwerdebildes. In der Regel werden nach gründlicher Untersuchung mit Indikationsstellung Triggerlokalisation in  akuten oder leichten Fällen 3 Sitzungen ansonsten 6-12 Sitzungen / 2x Woche empfohlen

Prinzipiell legen wir zusammen mit dem Patienten und den Therapeuten Umfang und Intensität gemeinsam fest- in diesem Zuge werden auch etwaige sinnvolle Begleittherapien wie physikalische Therapie ,Osteopathie oder Akupunktur besprochen

Indikationen

Typische Indikationen wären zum Beispiel:

  • Weichteilschmerzen und Verspannungen, Muskelverkürzungen insbesondere mit Schulter-Nacken-Schmerzen
  • Hartnäckige Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Gesäss-und Hüft/Oberschenkelschmerzen mit Ausstrahlung
  • Statische oder muskuläre Gang- und Haltungsstörung, Beinverkürzung, Beckenfehlstatik
  • Ausstrahlschmerzen an oberen und unteren Extremitäten mit oder ohne Kraftminderung
  • Tennis- und Golferellenbogen, Schulterschmerz, Fersen-und Fußchmerz
  • Leistenschmerz, Bauch-Brustschmerz-Trigger
  • Schwindel/Ohrgeräusch/ Tinnitus/Sehstörungen – Verschwommensehen
  • Fehlstellung der Kiefergelenke, Bissanomalien, Zähneknirschen, CMD, Zahn und Kieferschmerzen
  • Rezidivierende Gelenkblockaden und ISG Probleme

Patientenfragen zur Trigger-Therapie

Reichen Massagen zur Beseitigung von Triggern aus?

Leider nein. Triggerknoten sind sehr hartnäckig, da sie oft schon Jahre als sogenannte latente Trigger in verkürzten oder abgeschwächten Muskeln bestehen – zudem handelt es sich bei diesem Problem oft um ganze Triggerstraßen oder -ketten, die zudem oft sehr tief liegen (bis zu 6-8 cm) und daher mit den Fingern sehr schwer oder nicht zu lokalisieren oder zu beseitigen sind. Zudem sind Triggermassagen auch mit einem Schlüssel sehr schmerzhaft und oft mit Blutergüssen behaftet. Wichtig ist auch zu wissen, dass nicht jeder Masseur ein speziell geschulter oder zertifizierter Triggertherapeut ist. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld.

Was kann ich selbst tun und wie lassen sich Trigger vermeiden?

Wichtig ist die Beseitigung auslösender Momente, das heißt Fehlhaltungen, Fehlbelastungen, regelmäßiges Stretching, aber auch Beseitigung oder Vermeidung von Muskelungleichgewichten (Dysbalancen) oder statischen Störungen, zum Beispiel Beckenfehlstellung. Sehr wichtig ist auch die Kontrolle des Arbeitsplatzes und gegebenenfalls eine Optimierung (zum Beispiel Monitor nachstellen oder Sitzposition ändern sowie Überprüfen der sportlichen Aktivitäten auf Trainingsumfang -Intensität und -bedingungen). Zudem sollte auf ein ausreichendes Dehn- und Aufwärmprogramm geachtet werden. Auch die Ernährungsgewohnheiten sollten kontrolliert und ggf. verbessert werden (Übersäuerung, Elektrolyte, Magnesium,Kalium und Calcium, Flüssigkeitszufuhr, Zink,Vitaminstatus)-auch eine Umstellung auf eine fasziengesunde Ernährung kann den Regenerationsprozess wirksam unterstützen.

Am Untersuchungstag erhält jeder Patient ein Merkblatt, nach jeder Triggersitzung und im Abschlussgespräch zudem ein individuelles Dehnprogramm sowie Tipps und Anleitungen zur Triggerpunkt-Selbstbehandlung (Trigger-Schlüssel, Faszienrolle ,Buchempfehlung).

Insbesondere Stretching und gezielte Faszienübungen mit der Rolle ( z.B Black Roll) sind enorm wichtig – wir empfehlen auch nach Therapieende die Übungen konsequent und langfristig weiterzuführen- durchaus ratsam sind auch spezielle Faszienkurse ( Faszien-Yoga- Faszienpilates ) oder neuerdings auch ein Faszienkrafttraining als Alternative zum klassischen Gerätetraining

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