Arthrosetherapie

Arthrose heilbar?

Nein - aber effektiv behandelbar!

Ein wichtiger Behandlungsschwerpunkt unserer Praxis ist die Arthrosetherapie.

Was ist Arthrose?

Unter Arthrose versteht man Gelenkknorpelverschleiß oder Knorpelabrieb an großen oder kleineren Gelenken.

Ursachen für eine Arthroseentwicklung können vielfältig sein – zum Beispiel als Folge nach Unfällen, Beinachsenveränderungen, Fehlbelastungen oder Übergewicht – sehr oft entwickelt sich aber eine Arthrose ohne dass spezifische Gründe vorlagen – Forscher gehen nun von einem multifaktoriellen Geschehen bei dem viele Faktoren gemeinsam ( prädisponierende und genetische Faktoren) die Arthroseentstehung auslösen.Insbesondere scheinen hierbei zahlreiche Entzündungsbotenstoffe eine wichtige Schlüsselrolle einzunehmen.

Ist einmal die Arthroseentwicklung angestossen oder liegt bereits ein fortgeschrittener Knorpelschaden vor so kann dieser leider nicht mehr rückgängig gemacht werden- dennoch ist es heute moeglich das Fortschreiten zu verlangsamen und die koerpereigenen Regenerationskraefte zu unterstuetzen.

Vielleicht wird uns die Stammzellforschung helfen weitere neue Behandlungsmoeglichkeiten zu etablieren

In der nun folgenden Darstellung möchten wir ihnen unser Therapiekonzept vorstellen

Wie entsteht Arthrose?

Noch nicht vollständig enträtselt. Wir wissen aber bereits heute, dass an der Arthrosentstehung neben Wachstums- auch Entzündungsfaktoren ebenso beteiligt sind wie genetische Disposition und äußere Faktoren wie Übergewicht, Fehlbelastung, Unfälle und Statik wie O-Bein. Allerdings sind Tempo und Zeitpunkt der Arthroseentwicklung bei jedem Menschen unterschiedlich und daher nur schwer voraussehbar.

Wie wird eine Arthrose festgestellt?

Zunächst wird eine ärztliche Anamnese erhoben- anhand dieser Informationen wie frühere Unfälle, Bewegungsschmerzen, Steifigkeitsgefühl ,Schwellung oder Anlaufschmerzen kann bereits eine erste Verdachtsdiagnose gestellt werden- weiter erhärtet wird diese durch eine gründliche Untersuchung mit manuellen Funktionstests – durch manuelles Abtasten und eine Bewegungsprüfung kann auf eine Arthrose geschlossen werden . Abgesichert wird die Diagnose danach durch eine Ultraschall- und Röntgenuntersuchung-  falls erforderlich muss in Einzelfällen noch zusätzlich ein CT, MRT oder Labor veranlasst werden um weitere wichtige Differentialdiagnosen wie etwa Gicht oder Rheuma auszuschliessen

Tipp für eine knorpelunterstützende  Ernährung

Gewürzquark

125 g Quark ( 20%) – 2 TL Leinöl- 1 TL Kurkuma- 1 Prise Chili und pfeffer-1cm frischer Ingwer gerieben-1 EL Honig- 1 EL Hanfnüsse

Wichtig zu wissen

Statik und Fussprobleme beachten

Beindifferenzen- Achsen-oder Fussfehlstellungen sollten korrigiert werden um einer Arthroseentwicklung gegenzuwirken

Verlauf

Der Verlauf findet meist schleichend über viele Jahre statt. Arthrose kann aber auch durch Fehlbelastung oder Überanstrengung aufflammen. Dann spricht man von einer aktivierter Arthrose mit schmerzhafter Schwellung oder Gelenkerguss. Im späteren Stadium kommt es zu Steifigkeitsgefühl, Bewegungseinschränkungen, Fehlstellungen oder Instabilitäten sowie schließlich zu Gelenkeinsteifung.

Stufenschema 1

Stufenschema 1

Bewegung- Praevention- Ernaehrung- Gewichtsreduktion

Stufenschema 2

Stufenschema 2

Hyaluron- ACP/PRP- KG- Muskelaufbau- Bandage-Einlagen-Akupunktur

Stufenschema 3

Stufenschema 3

Schmerzbestrahlung – Schmerztherapie-Gelenkspiegelung- Versteifung- Gelenkersatz

Moderne Arthrosetherapie

 

In leichten Fällen wird zunächst abgewartet und Übungsbehandlungen in häuslicher Eigenregie unter Beachtung der Gelenkschutzprinzipien ( Knie oder Hüftschule ) empfohlen – bei sportlichen Aktivitäten sollten gelenkschonende Sportarten wie etwa Nordic Walking, Wandern, Schwimmen oder Radfahren bevorzugt werden

Bedarfsweise werden entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen – alternativ auch pflanzliche Präparate wie Teufelskralle, Weidenrinde oder Arnika – verschrieben ebenso gezielte Krankengymnastik zur muskulären Kräftigung oder Funktionsverbesserung sowie falls erforderlich auch stabilisierende Bandagen – ferner empfehlen wir eine Überprüfung der Becken und Beinachsen mittels lichtoptische 4D Vermessung  in Kombination mit einer dynamischen Fussdruckmessung – aus den Messwerten kann nachfolgend eine präzise Einlagenversorgung ggf auch mit Statikausgleich erfolgen und zu einer deutlichen Beschwerdelinderung führen.

Im mittleren oder fortgeschrittenen Stadium -aber auch in Einzelfällen schon bei bereits leichteren Stadien ( Sportler, berufliche Aktivität)  setzen wir auf gezielte Spritzenkuren ins Gelenk um die Arthroseentwicklung noch rechtzeitig zu verlangsamen und den vorgeschädigten Restknorpel zu schützen ( Knorpelschutztherapie) – im aktivierten Stadium mit Ergussbildung muss dieser abpunktiert werden um das Gelenk zu entlasten- bewährt hat sich in diesem Fall die leitlininiengerechte Durchführung einer begrenzten Anzahl an Cortisoninjektionen unter sterilen Kautelen direkt in das Gelenk um den Reizzustand zuverlässig zu beseitigen.

Hyaluron Spritzenkur:

Bereits seit vielen Jahren verwenden wir in unserer Praxis diverse Hyaluronpräparate um das Gelenk mit synthetisch hergestellter Gelenkflüssigkeit aufzufüllen und den angegriffenen Knorpelbelag quasi aufzupolstern und zu versiegeln- wenn der Knorpelbelag noch weitgehend vorhanden ist funktioniert dieses Verfahren erstaunlich gut- eine Hyaluroninjektion kann prinzipiell in alle Gelenke erfolgen -auch in kleinen Gelenke wie Daumensattelgelenk oder Grosszehengrundgelenken – falls erforderlich ultraschallgesteuert. Eine Hyaluronkur sollte in vorgegebenen Abständen wiederholt werden um den Schmier-und Schutzeffekt aufzufrischen- ähnlich wie bei einem Ölwechsel beim Auto. Wichtig ist hierbei der rechtzeitge Beginn dieser Schutzmassnahme da die Erfolgschancen bei Patienten mit sehr weit fortgeschrittenen Knorpelschäden deutlich sinken.

Die neuesten Hyaluronentwicklungen  welche in unserer Praxis eingesetzt werden zeigen erstaunlich gute und langandauernde Ergebnisse auch bei Meniskusschäden und Sehnenläsionen insbesondere Schultergelenken oder Sprunggelenk ,so dass Operationen nicht selten vermieden oder hinausgezögert werden können

Therapie mit PRP ( Blutplättchenreichen Plasma)

Beim Einsatz von PRP werden 10 ml Vollblut entnommen und hieraus unter sterilen Kautelen ein blutplättchenreiches Plasma hergestellt und in Reinform oder als Hyaluronkombinationsspritze noch am gleichen Tag an die betreffenden Strukturen ( Gelenkknorpel, Sehnen, Bänder und Muskel) verabreicht – durch den hohen Anteil an körpereigenen Botenstoffen u.Wachstumsfaktoren sowie weiteren Blutplättchenbestandteilen wird die Geweberegeneration und Zellheilung erheblich beschleunigt.Diese Thrombozyten produzieren verschiedene Zellhormone – u.a. entzündungshemmende Zytokine und regenerationsfördernde Wachstumsfaktoren – die für die Heilung erkrankter Strukturen wesentlich sind. – PDGF (Platelet derived Growth Factor), TGF beta (Transforming Growth Factor-beta) und VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)

Weitere unterstützende oder alternative konservative Massnahmen

  • Akupunktur
  • Laser
  • physikalische Therapie ( Elektro, TENS, Ultraschall, Eis ,WT)
  • Medizinische Trainingstherapie  ( MTT)
  • Krankengymnastik
  • Lymphdrainage
  • Osteopathie und Manualtherapie
  • Faszien-und Triggerpunkttherapie
  • ESWT
  • orthopädische Hilfsmittel
  • Taping
  • Einlagen und Statikausgleich
  • Gewichtsreduktion
  • videogest.Laufbandanalyse und Gangschulung ( Alter G Laufband)
  • Gewichtsreduktion
  • Sportberatung
  • Ernährungsberatung
  • Schmerztherapie
  • Röntgenschmerzbestrahlung

Operative Therapie

Falls schon eine hochgradige Arthrose ( Grad III-IV ) mit Funktionseinschränkung oder beginnender Einsteifung vorliegt und die Schmerzen trotz o.g Massnahmen kaum noch beherrschbar sind sollte bei entsprechenden Leidensdruck eine operative Sanierung erwogen werden

In Frage kommen in erster Linie der Einsatz eines Kunstgelenkes ( Endoprothese) – zwischenzeitlich gibt es hierzu neue Materialentwicklungen mit abriebarmen Gleitpaarungen und damit längeren Standzeiten sowie knochensparende Prothesen-Designs und minimalinvasive und damit gewebeschonende Operationstechniken welche eine kürzere Rehabilitationszeit ermöglichen- desweiteren muss in Einzelfällen z.B am Fuss oder Sprunggelenk über gelenkversteifende Verfahren nachgedacht werden – in einzelnen Fällen kann noch vor einer endoprothetischen Versorgung mit einer Gelenkspiegelung und Knorpelglättung ( Gelenktoilette ) ein gutes Ergebnis erreicht werden – nach aktueller Studienlage wird diese Massnahme eher weniger empfohlen

Nicht unerwähnt bleiben sollten Beinachsenfehlstellungen ( O-oder X-Bein)  und die damit verbundene Möglichkeit einer operativen Beinachsenkorrektur möglichst in jüngerem oder mittleren Patientenalter um die spätere Arthroseentwicklung noch in einem Frühstadium erfolgreich bremsen oder verhindern zu können ebenso Instabilitaeten nach Unfall mit der Folge einer sekundaren Arthrose.

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