Physikalisches Prinzip

Mit Hilfe von hochfrequenten Magnetimpulsen werden auf biozellularer Ebene körpereigene Heil-und Regenerationsprozesse angeregt

Extrakorporale Magnetotransduktions Therapie ( EMTT)

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Bereits im 19. Jahrhundert beschäftigte sich der Erfinder Nikola Tesla (1856-1943) in New York mit Verfahren der Hochspannung und der Hochfrequenztechnik. Sein Ziel war es, diese Verfahren effektiv für medizinische Zwecke zu nutzen. Heute gelingt dies dank intensiver Forschung und mithilfe moderner Technologien und Materialien.

Mit der Magnetotransduktions-Therapie werden schmerzende Körperareale mit hochenergetischen Magnetimpulsen behandelt. Innerhalb von Sekundenbruchteilen baut ein Therapiesystem eine Spannung zwischen 15 und 30 kV auf. Die erzeugte Energie wird über eine Behandlungsschlaufe auf die zu behandelnden Körperareale übertragen. Die Impulsintensität übersteigt das Erdmagnetfeld um mehr als das 1000-fache und ist in der Lage, Zellmembranen zu durchdringen und in der Zelle therapeutisch wirksam zu werden. Die einzelnen Impulse werden mit einer Applikationsfrequenz von 0,1 – 0,3 Hertz auf den Körper übertragen und dringen – je nach Einstellung – bis zu 18 cm tief ins Gewebe ein, so dass auch tiefere Gewebeschichten mühelos erreicht werden können. Durch die äußerst kurze Dauer der einzelnen Impulse findet keine Temperaturerhöhung im Gewebe statt.

Aufgrund ihrer Eigenschaften eignet sich die Magnetotransduktions-Therapie auch als ideale Ergänzung zur extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT).

Physikalische Grundlagen

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Die Amplitude und räumliche Verteilung kann über das Biot-Savart-Gesetz berechnet werden. Aufgrund der hohen Frequenz und des starken Magnetfeldes findet man bei EMTT-Geräten typischerweise Magnetfeldgradienten von 60.000 T/s bis zu 150.000 T/s. Puls-Wiederholungsraten von mehreren Hz sind möglich.Hierdurch werden Behandlungen von sehr tiefen Gewebe und Gelenkregionen ermöglicht.

Aufgrund der sehr hohen Oszilationsfrequenz (100 – 300 kHz) unterscheidet sich die EMTT von anderen allgemeinen Formen der Magnetfeldtherapie oder PEMF (Pulsierende Magnetfeldtherapie).

Indikation

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Die Magnetotransduktions-Therapie kommt in verschiedenen Anwendungsgebieten zum Einsatz:

Degenerative Gelenkerkrankungen
Verschleisserscheinungen wie z.B. Arthrose (Knie, Hüfte, Hände, Schulter, Ellenbogen), Arthritis, Bandscheibenvorfall, Spondylarthrose

Schmerztherapie
(Chronische) Schmerzen, z.B. Rückenschmerzen, Lumbalgie, Schambein u.Becken/Leistenschmerzen ( z.B Symphysitis pubis ), Rheuma, Gicht, Verspannungen, Schmerzen nach Operationen

Beschleunigte Heilung bei Knochenbrüchen
Verbesserung der Kallusbildung und Förderung des Knochendurchbaus bei Brüchen oder Knochenheilstörungen (Pseudarthrose)

Sportverletzungen und Sehnenprobleme
Sportverletzungen wie z.B. Muskelzerrungen, Muskelfaserriss, Bänderriss, Entzündungen an Sehnen und Gelenken, Fersensporn, Stauchungen und Prellungen

Behandlung

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Die Behandlung mit der Magnetotransduktions-Therapie erfolgt ambulant und ist schmerzfrei. Die Behandlungsschlaufe des Therapiesystems wird auf der zu therapierenden Körperregion positioniert, ohne dass dabei die Bekleidung abgelegt werden muss – ein direkter Hautkontakt ist nicht nötig. Je nach Krankheitsbild wird die Impulsstärke entsprechend angepasst. Handy, Kreditkarten, Smartwatch und weitere elektronische Systeme oder Datenträger sollten in ca. 2 m Abstand verstaut werden. Herzschrittmacher stellen eine absolute Kontraindikation dar, Endoprothesenträger können in Einzelfällen nach vorheriger ärztlicher Rücksprache behandelt werden.

Je nach Anwendung dauert eine Magnetotransduktions-Therapie zwischen 8 und 20 Minuten und umfasst in der Regel 6 bis 8 Sitzungen (2x Woche). Während einer Sitzung können mehrere Körperregionen therapiert werden. Die Behandlung wird entweder von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal durchgeführt.

Kosten

Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen leider nicht erstattet, daher erfogt eine private Rechnungsstellung nach der GOÄ – die Kosten für eine Sitzung belaufen sich auf ca. 35 Euro.

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Weblinks

Einzelnachweise